Pfullendorf-Stadt der Staufer
Kaiser Friedrich II erhob Pfullendorf 1220 zur staufischen Stadt. Damit wollte er einen Stützpunkt der Kaisermacht auf dem Weg vom staufischen Kernland in Schwaben zum Bodensee und damit zu den Alpenpässen nach Italien schaffen. Ihre Privilegien ließen die Kaiser in der Marktgemeinde zunächst durch einen eingesetzten Beamten (1289 bis 1399 die Junker von Gremlich), den Ammann,ausüben. Das Hochgericht behielten sie sich selbst vor. Im Jahre 1347 übertrugen sie es in Pfullendorf dem Kloster Königsbronn.
Im Jahre 1383 gab sich die Reichsstadt, die seit 1271 im Stadtsiegel den Reichsadler führen durfte, eine eigene Verfassung, die Zunftverfassung mit einem kleinen und einem großen Rat. Seine vollständige Stellung als unabhängige Freie Reichstadt erreichte Pfullendorf erst im Jahre 1415, als der Stadt nach dem Ammanat auch die hohe Blutsgerichtsbarkeit übertragen wurde. Am 27. September 1802 kam Pfullendorf zum neu geschaffenen Lande Baden. Damit endete nach 583 Jahren die Zeit als freie Reichsstadt.
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