Romfahrt 2010

„Wir haben Latinum“ – das Staufer-Gymnasium auf den Spuren der Römer
Die Lateiner der 10. und 11. Klassen des Staufer Gymnasiums Pfullendorf haben nach dem Ablegen ihrer Latinumsprüfungen unter der Leitung ihrer Lateinlehrerin Dr. Marianne Sauter und den Begleitlehrern Mathias Rettich und Susanne Fuchs eine sehr anstrengende, jedoch ebenso interessante Woche in Rom verbracht. Nach der Anreise mit dem Flugzeug und dem Bezug des Hotels standen als erste Programmpunkte die Piazza Venezia mit dem Vaterlandsdenkmal und der Trevibrunnen auf dem Programm - Orte, die durch ihre Illumination abends ein besonderes Flair ausstrahlen. Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Antike und war der stressigste Tag der ganzen Reise. Man besuchte den Palatin, auf welchem sich das „Bonzenviertel“ des antiken Roms befand, das Forum Romanum, wo zu römischer Zeit das städtische Leben pulsierte, das Kapitol, wo die wichtigsten Tempel standen, die Kaiserforen mit der Trajansäule, welche die größte Ausdehnung des römischen Weltreichs markiert, das Kolosseum, in welchem blutige Gladiatorenspiele stattfanden, den Circus Maximus, wo Wagenrennen abgehalten wurden, und das Marcellus-Theater, welches seit dem Mittelalter als Wohngebäude genutzt wird. Nach diesem vollen Tag war der nächste etwas stressfreier. So ging es am Morgen mit der U Bahn zum Vatikan, der als kleinster Staat auf der ganzen Welt anerkannt wird. Die Gruppe besuchte den Petersdom und stieg auch auf die Kuppel, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die ewige Stadt hat. Man musste genau 551 Stufen nach oben gehen, bevor man die prachtvolle Aussicht genießen konnte. Anschließend ging es über den Petersplatz in Richtung Engelsburg, wohin auch die Päpste im Mittelalter ihre Zuflucht nahmen. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung und die Schülerinnen und Schüler konnten sich somit von dem stressigen Vortag erholen. Am folgenden Tag stapften die Klassen mit erholten Beinen bei guten 40'C im Schatten durch die Stadt und besichtigten einige interessanten Kirchen und Plätze: Il Gesu, die Mutterkirche der Jesuiten, das Pantheon mit seiner charakteristischen Kuppel, Santa Maria Sopra Minerva, die einzige gotische Kirche Roms, die Piazza Navona mit dem berühmten Vier-Ströme-Brunnen von Bernini und den Campo di Fiori, wo das eine oder andere Souvenir erstanden werden konnte. Am Nachmittag brachte der Besuch der Priscilla-Katakomben zum einen erfrischende Kühle und zum anderen eine interessante Einführung über das Leben im frühchristlichen Rom. Die Galleria Borghese mit dem dazugehörenden Park erfreute v.a. die Kunstliebhaber, während die sog. „Spanische Treppe“, welche den Schlusspunkt dieses Tages bildete, eine der touristischen Hauptattraktionen Roms darstellt . Am Abend konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern eine sog. „Cena Apiciana“, ein nach antiken Rezepten zubereitetes altrömisches Mahl genießen, welches für heutige Geschmacksnerven teilweise ein durchaus interessantes Erlebnis darstellte. Der Donnerstag war für viele Schülerinnen und Schüler der beste Tag der ganzen Romfahrt. Nach der Besichtigung der Caracalla-Thermen fuhren sie zusammen mit ihren Lehrern nach Ostia antica, dem römischen Hafen, wo sie neben den Thermen, dem Theater und dem Kapitol auch eine antike Gaststätte besichtigten. Danach ging es ans Meer, wo man sich im Wasser richtig austoben und abkühlen konnte. Am Abschlussabend gab es ein gemeinsames Vier-Gänge-Menue, mit welchem die Klassen die kompletten Vorlieben der italienischen Küche kosten durften. Am letzten Tag besuchten die inzwischen müden Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrern zwei weitere Hauptkirchen Roms: St. Giovanni in Laterano, den ehemaligen Sitz des Papstes, und Santa Maria Maggiore, die größte der ca. 80 Marienkirchen Roms. Danach ging es wieder ins Flugzeug und nach Hause, wo die Gruppe mit kühlem Regenwetter empfangen wurde. Damit war eine sehr anstrengende und sehr heiße, aber auch sehr lehrreiche und schöne Woche in Rom zu Ende.

Die Gruppe vor der Engelsburg
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