Der Austausch im Rahmen des Erasmus+ nach Skien war für uns als 11. Klasse eine
prägende Erfahrung, die weit über einen gewöhnlichen Schüleraustausch hinausging.
Besonders die Kombination aus Englisch, Künstlicher Intelligenz, Umwelt und interkulturellem
Lernen machte die Woche sehr vielseitig.
Schon die Anreise über Zürich und Oslo nach Skien war ein erstes Highlight. Während der
Zugfahrt fiel uns direkt die besondere Landschaft auf: weite Wälder, viele Seen und
insgesamt eine deutlich ruhigere Umgebung als in Deutschland.
Vor Ort wurden wir sehr herzlich von unseren Austauschpartnern und ihren Familien
aufgenommen. Gerade dieser direkte Einblick in den Alltag war für uns besonders wertvoll.
Wir haben erlebt, wie die Norweger leben, was sie essen und wie ihr Alltag aussieht. Dabei
sind uns vor allem die offenen, freundlichen und eher ruhigen Menschen aufgefallen. Viele
Häuser bestehen aus Holz, und beim Essen war von Fisch bis hin zu Burgern und dem in
Norwegen sehr beliebten Taco alles dabei.
In der Schule wurden wir direkt in den Unterricht eingebunden. Das Schulgebäude war für
uns beeindruckend, da viele Bereiche wie Sporthalle, Tanzsaal oder sogar ein Kino in einem
Gebäude vereint sind. Der Unterricht selbst war etwas entspannter als bei uns, gleichzeitig
aber sehr interessant. Besonders ungewohnt war, dass die Lehrkräfte geduzt werden.
Ein zentraler Bestandteil der Woche war die Kommunikation auf Englisch. Da wir sowohl im
Unterricht als auch in der Freizeit ständig Englisch gesprochen haben, konnten wir unsere
Sprachkenntnisse deutlich verbessern. Gerade durch Gespräche mit norwegischen
Schülerinnen und Schülern – über Alltag, aber auch über Themen wie Royals oder aktuelle
Ereignisse – wurde unser Englisch zunehmend sicherer.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Arbeit mit Künstlicher Intelligenz. Wir haben gelernt, wie
man KI sinnvoll im Lernprozess einsetzt, zum Beispiel bei der Analyse von englischen Texten
oder bei Aufgaben zu Klimadiagrammen. Besonders wichtig war dabei, dass wir nicht nur
Ergebnisse übernommen haben, sondern gelernt haben, gezielte Prompts zu formulieren und
die Antworten kritisch zu hinterfragen.
Auch das Thema Umwelt spielte eine große Rolle. Wir haben Unterschiede zwischen
Norwegen und Deutschland analysiert und konnten diese Eindrücke auch direkt vor Ort
beobachten. Besonders aufgefallen sind uns die vielen Elektroautos und die allgemein
ruhigere, naturverbundenere Lebensweise.
Neben dem Unterricht war der Austausch vor allem durch gemeinsame Erlebnisse geprägt.
Ob Bowling, Spieleabende oder Ausflüge – wir haben viele neue Kontakte geknüpft und sind
als Gruppe enger zusammengewachsen. Besonders solche Abende, an denen wir lange
zusammensaßen und uns ausgetauscht haben, bleiben uns in Erinnerung.
Ein besonderes Erlebnis für einen von uns, war zudem ein Flug in einem Kleinflugzeug, bei
dem Einblicke in die Flugtechnik und Kommunikation mit anderen Piloten möglich waren.
Am Samstag besuchten wir gemeinsam die Hauptstadt Oslo. Ein Highlight war das
Opernhaus Oslo, auf dessen Dach wir laufen konnten und von dort einen Blick über die Stadt
hatten. Anschließend konnten wir die Stadt selbstständig erkunden. Einige von uns
besuchten das Munch-Museum mit dem bekannten Gemälde Der Schrei oder das
Nationalmuseum Oslo. Andere nutzten die Zeit für Shopping oder entdeckten moderne
Skulpturen in der Stadt. Am Abend besuchten einige von uns sogar ein Konzert eines
norwegischen Newcomer-Rappers, was ein spannender Einblick in die aktuelle Jugendkultur
war.
Am Sonntag traten wir schließlich die Rückreise an, die ohne Probleme verlief.
Rückblickend war der Austausch für uns eine sehr wertvolle Erfahrung. Wir konnten nicht nur
unsere Englischkenntnisse verbessern und neue digitale Kompetenzen im Umgang mit KI
erwerben, sondern auch eine neue Kultur kennenlernen und viele persönliche Kontakte
knüpfen.
Bilder und Fotos: Verfasser: Simon Walz, David Längle, Marco Fuccillo

